Die Aufgabe von Medal of Honor ist klar: Es soll dem derzeit bestverkauften Computerspiel Modern Warfare 2 Konkurrenz machen und Electronic Arts einen Milliardenseller bescheren. Golem.de traf einen leitenden Entwickler von EA zum Videointerview. Richard Farrelly kennt sich auch mit Call of Duty aus - er hat früher an der Reihe gearbeitet.
"Wir haben beide Elemente drin in Medal of Honor: Vorschlaghammer und Skalpell", erklärte Richard Farrelly, Senior Creative Director des Ego-Shooters, dessen Singleplayerkampagne derzeit mit seiner Beteiligung bei Electronic Arts entsteht, im Gespräch mit Golem.de. Farrelly war zuvor Mitglied des Entwicklerstudios Treyarch, das unter anderem für Call of Duty 5 zuständig war.
Man wundert sich ja schon ein wenig: Seit West und Zampella nicht länger das Studio Infinity Ward leiten, war es ungewöhnlich lange ziemlich still. Erst so langsam kommt wieder etwas Fahrt auf, wenn auch spärlich. So twittert Infinity Wards Communitysprachrohr Robert "fourzerotwo" Bowling seit wenigen Tagen wieder und warnt im gleichen Atemzug vor "Mapathie". Doch für gewöhnlich zerren die Aktionen eines Arbeitgebers, wie Activision sie kürzlich durchführte, an den Nerven aller betreffenden Arbeitnehmer. Man hätte beinahe damit rechnen müssen, dass wenigstens ein paar, wenn nicht gar alle IW-Mitarbeiter (freiwillig) den Hut nehmen. Vielleicht mit dem Zweck, zusammen mit West und Zampella ein neues Studio zu gründen. Es wäre im Prinzip eine logische Konsequenz. Doch - weit gefehlt!
Wie Kotaku aus einer nicht näher genannten Quelle erfahren haben will, sollen die Mitarbeiter Infinity Wards immer noch auf ihren rechtmäßigen Lohn warten, Activision soll sämtliche Zahlungen an Mitarbeiter, die an MW2 beteiligt waren, auf unbestimmte Zeit verschoben haben. Traditionell zahlte Infinity Ward seinen Mitarbeitern ein Gehalt, dass mal dem regulären, oft aber auch unterhalb des regulären Niveaus lag. Im Gegenzug wurden den Mitarbeitern "lächerliche Erfolgsprämien" versprochen.
Sinn und Zweck dieser Rückhaltung von Zahlungen scheint offenbar der zu sein, die freiwillige Kündigung seitens der IW-Mitarbeiter um jeden Preis zu verhindern. Wer kündigt schon, wenn er eine ausstehende Zahlung erwartet. Ein massenweiser Schwund an fleißigen Mitarbeitern - das würde im Umkehrschluss unmittelbar zu hohen Umsatzeinbußen für Activision bedeuten, denn es wäre niemand mehr da, der sich mit MW2 auskennt und neuen Content produzieren könnte. Zudem berichtet Kotakus Quelle, dass die Moral aller IW-Mitarbeiter - verständlicherweise - quasi auf den Nullpunkt gesunken ist. Sofern die Gerüchte alle stimmen, darf an dieser Stelle sicherlich bezweifelt werden, ob Activisions Verhalten der Situation förderlich ist.
Kotaku hat Activision um Stellungnahme gebeten, die bisher ausblieb. Wir reichen sie hier nach, wenn eine eintreffen sollte.
Nun ist es offiziell: Kotaku liegen Scans der Klageschrift Wests und Zampellas gegen Activision vor. Die ersten Blätter bis zur Nummer 21 sind relativ uninteressant, beschreiben diese Punkte allgemeine Fakten zu IW, Call of Duty und die Geschäftsverhältnisse, in denen auch steht, dass Activision Infinity Ward für gerade einmal insgesamt 5 Millionen Dollar aufgekauft hat, was in Angesicht der Millardeneinnahmen geradezu lächerlich wirkt, so der Anwalt der beiden. Die Scans der Klageschrift findet ihr im Klapptext.
Und weiter kracht es im Gebälg: Montag erst trat Activision in die Allerwertesten von Vince Zampella und Jason West wegen "Missmanagements" und "Bruch von treuhänderischen Pflichten" und stand mit Mitarbeitern - vielfach auch als Schlägertypen bezeichnet - einer Sicherheitsfirma bei Infinity Ward auf der Matte. Seitdem hatte man nur von Jason West eine recht spitze Statusmeldung in seinem Facebookprofil gebracht: "Jason West trinkt und ist arbeitslos". Doch nun schlagen beide zurück.
Sie verklagen Activision! Ihr Anwalt, Robert Schwartz von der Anwaltskanzlei O'Melveny & Myers (die unter anderem auch AMD, Lionsgate Entertainment sowie die deutsche Firma Merck in Californien vertreten), begründet diesen Schritt mit den völlig haltlosen Anschuldigungen seitens Activision gegen seine beiden Mandanten: "Activision verwehrt die Einlösung von Vertragsbedingungen und missachtet geltendes californisches Recht, in dem die Arbeitgeber seinen Beschäftigten ihren rechtmäßigen Verdienst auszahlen muss." Statt Jason und Vince für das erfolgreichste Entertainmentprodukt, das Activision je publizierte, zu danken, zu loben oder einfach nur auszubezahlen, engagiert Activision Rechtsanwälte für eine interne Untersuchung, die letztlich zur terminierung des Arbeitsvertrages führte, so Schwartz weiter.
"Wir waren geschockt von Activisions Entscheidung unseren Arbeitsvertrag aufzulösen", so West und Zampella. "Wir haben viel Herzblut und Seele in das Unternehmen gesteckt, nicht nur um ein weltklasse Entwicklerstudio aufgebaut, sondern auch ein Team geschaffen zu haben, auf das wir stolz sein können fast eine Dekade lang zusammen gearbeitet zu haben. Wir denken, unsere Arbeiten sprechen für sich selbst.", so West. "Nach allem, was wir für Activision getan haben, sollten wir unseren Lohn nicht einklagen müssen", fügt Zampella hinzu.
Das Interessanteste an der Klage ist jedoch, dass West und Zampella auch auf die angeblich von Activision garantierten vertraglichen Rechte zur Kontrolle über die unter die Marke "Modern Warfare" laufenden Spiele aus sind. Wenn West und Zampella tatsächlich höchstrichterlich die entsprechenden Rechte zugesprochen bekommen, dürfte es für Activision durchaus sehr eng werden.
Der Krach im eigenen Hause klingelt immer noch laut in den Ohren, da kündigt Activision nun neue Vertriebs- und Businesstrategien für Call of Duty an. Ablenkungsmanöver? Nicht wirklich, denn auch die Situation bei Infinity Ward wird angesprochen, also eher stinknormales Business ala "the show must go on!". Auf jeden Fall hat Activision nun offiziell bestätigt, dass es im Herbst diesen Jahres Call of Duty 7 geben wird, für dessen Entwicklung sich Treyarch verantwortlich zeichnet. Welches Thema - das wird nicht erwähnt. Wir rechnen ja mit einem Vietnam-Szenario. Ebenfalls bestätigt Activision nun auch offiziell, dass Infinity Ward an ZWEI Mappacks für Modern Warfare 2 arbeitet, jedoch nennt Activision keine Releasetermine, nur dass es noch in diesem Jahr sein wird. Soweit bisher alles bekannt. Doch da ist noch mehr.
Zum einen will Activision nun das bisherige Businessmodell von Blizzard auch für die Call of Duty Reihe übernehmen und globaler auftreten, sprich in mehr Regionen der Welt aktiv vertreten sein. Allem voran der asiatische Raum soll hierbei verstärkt individuell betreut werden. Bei diesen Vorhaben wird der Focus auf so wörtlich "high-margin digital online content" gelegt und neue Businessmodelle etabliert werden. Was genau damit gemeint ist, wird in der Pressemitteilung nicht großartig erwähnt - allerdings ist dies durchaus als eine Bestätigung der bisherigen Gerüchte zu verstehen, dass die Call of Duty Serie Microtransactions und/oder ein Abo-System "spendiert" bekommen könnte.
Dem nicht genug, kündigt Activision im nächsten Atemzug an, dass das Jahr 2011 das Jahr von Sledgehammer Games sein wird. Das neue von Activision gegründete Studio rund um die Industrie-Veteranen Glen A. Schofield (Executive Producer von "Dead Space" sowie Michael Condrey (Sr. Development Director von "Dead Space" wird sich um Call of Duty 8 kümmern. Und mit diesem Spiel sollen dann auch neue Genres erschlossen werden: Erstmalig in der CoD-Geschichte soll der Titel kein reiner Ego-Shooter sein, sondern ein Action-Adventure. Das wiederum könnte auch eine weiterer Hinweis auf die Einführung von (Mini-)Abos sein.
Zeitgleich bestätigt Activision auch, dass Vince Zampella und Jason West gefeuert wurden und durch Steve Pearce (Chief Technology Officer, Activision) and Steve Ackrich (Head Of Production, Activision) ersetzt werden und nunmehr alle Geschäfte Infinity Wards leiten. Mehr allerdings kommentiert Activision nicht zum Vorfall, der zur Entlassung der beiden CoD-Veteranen geführt hat. Auch wird es unwahrscheinlich sein den Grund auf offiziellen Wegen zu erfahren, da derlei personelle Entscheidungen oft mit entsprechenden Vertragsklauseln totgeschwiegen werden.
Es ist allerhand los im Hause Activision, allerdings wohl eher im negativen, als positiven Sinn. Wir werden es dann ja recht bald sehen, wohin es Call of Duty verschlagen wird.
Sorry leutz bin
ebenerst vonner
MitarbeiterBesprechung
zurück die
kurzfristig angesetzt
wurde und bin platt
aber Sonntag wrde ich
mla wieder meine
pflciht nachkommen und
erscheinen